BILDUNGSINITIATIVE

Denken in Zusammenhängen

Bewusstheit, Selbstverantwortung, Freiheit und Bodenständigkeit zu leben, dazu sollen die Menschen am PACHAKUTi CAMPUS inspiriert werden. Fragmentales Lernen soll durch ein Denken in Zusammenhängen aufgewertet werden.

Ziele der Bildungsinitiative

Die Inhalte der Seminare und Workshops zielen darauf ab, eine Dorf- oder Stadtstruktur zu entwickeln, die sich durch die Verschmelzung innovativer Technologien, alten landwirtschaftlichen Techniken und einer sich selbst versorgenden baulichen Architektur auszeichnet. Spannend gestaltete Lerneinheiten, Lebensnähe, Erlebbarkeit und praxisorientiertes Lernen sollen positive Werte vermittelt und Menschen zu Eigen- und Gemeinschaftsleistung motivieren.

Ganzheitliche Ausbildung

Am PACHAKUTI CAMPUS sollen Forschungsergebnisse alle wissenschaftlichen Richtungen zusammenfließen. Uns ist es wichtig, den Menschen ins Bewusstsein zu rufen, dass viel von dem, was unser Universum ausmacht, wissenschaftlich noch nicht erklärt werden kann. Von einem Verknüpfen der Forschungsbereiche erwarten wir einen Bewusstseinssprung. Die daraus folgenden Erkenntnisse sollen zu einer neuen Art der Bildung unserer Kinder führen, deren Schwerpunkt mehr auf dem Erfahren, als auf dem Auswendig lernen liegen.

Bewusstseinserweiterung durch Erfahrung

Der Weg zu einer Bewusstseinserweiterung kann in der Erkenntnis liegen, dass das technische und das geistige Wissen, in Form unserer Erfahrungen gesamtheitlich zu betrachten ist und es in Einklang mit der Natur, bestehend aus den fünf Elementen Ether, Wasser, Erde, Feuer und Luft, und den Naturgesetzen zu bringen. Daher ist es sinnvoll, die wissenschaftlichen Fachrichtungen aus der Vogelperspektive zu betrachten. Wie bei einem Puzzle, bei dem man die Verbindungstücke sucht und ausprobiert, wie sie ineinander passen. Schamanistische Praktiken, wie “Dinge sehen”, die man nicht anfassen kann, haben dadurch ihren berechtigten Stellenwert in der Ausbildung.

Schamanentum fasziniert uns

Die Wurzeln des Schamanismus reichen bis weit in die Steinzeit zurück, doch bis heute sind schamanistische Denkweisen und Rituale Teil der Lebensweise der naturnahen Völker. In unserer schrillen, schnell lebenden und globalen Gesellschaft fördern schamanistische Theorie und Praktiken die natürliche Verbundenheit, mit dem Boden, auf dem wir leben. Dieses alte Wissen “bündeln” wir. Die Kernelemente bilden die Grundlage, um wissenschaftliche Erkenntnisse verschiedener Forschungsrichtungen zu verknüpfen.

Naturverbundenheit und Wertschätzung

Die Wertschätzung des Schamanentums liegt nicht nur darin begründet, weil es uralt ist. Das medizinische Wissen der Schamanen, aus allen Erdteilen und Kulturen, hat hohes Potenzial, um die Schulmedizin zu ergänzen. Naturmedizin, die schwerpunktmäßig die Vorbeugung von Krankheiten in den Mittelpunkt rückt, kann die Kostenträger der akuten Heilmedizin reduzieren helfen. Mitfühlender Gemeinschaftssinn, gelebte ganzheitliche Spiritualität und tiefgreifende Naturverbundenheit schaffen eine Atmosphäre, die ein wertschätzendes Miteinander fördert.

Prinzip unseres tatsächlichen menschlichen Zustands

Jemand, der anfängt, Interesse an den Lehren zu entwickeln, kann dazu neigen, sich von der Realität materieller Dinge zu distanzieren, als ob die Lehren etwas ganz anderes vom täglichen Leben wären. Oft liegt am Grund von all dem die Einstellung, aufzugeben und vor den eigenen Problemen davonzulaufen, mit der Illusion, dass man etwas finden kann, das einem auf wundersame Weise hilft, all das zu überwinden. Aber die Lehren basieren auf dem Prinzip unseres tatsächlichen menschlichen Zustands. Wir haben einen physischen Körper mit all seinen verschiedenen Grenzen: Jeden Tag müssen wir essen, arbeiten, ausruhen und so weiter. Das ist unsere Realität, und wir können sie nicht ignorieren. – Namkhai Norbu Rinpoche

KOMMUNIKATION UND ERZIEHUNG

Gewalt in jeglicher Form ist ein NoGo

Das entscheidende Stichwort heißt gewaltfreie Kommunikation und wertschätzendes Feedback bzw. Kritik. Es ist leider ein Thema, zu dem wir seitens der Bildungsmaschinerie in unserer Erziehung komplett auf uns selbst gestellt sind. Im besten Fall lernen wir von unseren Eltern oder von unserem Umfeld, wie man “anständig” miteinander redet und Konflikte löst. Wenn man nicht mit einem solchen Umfeld gesegnet ist, ist es ein harter Weg, sich den ganzen Mist selbst beizubringen um Beziehungs- und Gesellschaftsfähig zu sein.

Konfliktbearbeitung mit Gruppenkonzepten

Menschen, die pädagogischen oder sozialen Berufen nachgehen oder Führungskräfteerfahrung haben, haben erfahrungsgemäß, bildungstechnisch noch etwas bessere Chancen. Zum Glück gibt es Hilfe in Form von Coaches oder Büchern, die das Thema umfangreich aufgreifen und auch für Erwachsene schulen können. Wir praktizieren und üben Konfliktbearbeitung in den bestehenden Gruppenkonzepten, in denen wir uns bewegen, so gut wie möglich in folgender Form.

Gemüter abkühlen

Wenn Konflikte auftreten – was völlig normal ist und was utopisch bzw. weltfremd wäre, etwas anderes zu erwarten – versuchen wir uns gegenseitig daran zu erinnern, nicht ausfällig oder aggressiv zu reagieren und verschieben die Klärung im Zweifelsfall lieber auf ein zeitnahes Nachgespräch, wenn die Gemüter abgekühlt sind. In solchen Gesprächen hat es sich gezeigt, dass verschiedene Tools hilfreich sein können, gegenseitiges Verständnis, Toleranz, Akzeptanz und Kompromisse zu finden.

Wertschätzung für jedermann

Wir haben z.B. ein paar Figuren, die mit unseren Namen versehen sind und die plakativ verwendet werden können, um das entsprechende Gruppenkonstrukt in greifbarer Form bzw. in einer Art Aufstellung darzustellen und auf sich auf dieser Basis darüber auszutauschen bzw. Bilder zu erzeugen. Es ist jeder an der Reihe zu der entsprechenden Konfliktsituation, es darf jeder ausreden und wird nicht unterbrochen. Es hat sich gezeigt, dass es sich lohnt, sich im Vorfeld auf solche Gespräche vorzubereiten und folgende 4 Grundemotionen als Aufhänger zu benutzen, um Ich-Botschaften zu senden:

  • Ich bin traurig, weil …
  • Ich bin wütend, weil …
  • Ich habe Angst, weil …
  • Ich freue mich, weil …

Nobody is perfect

Dazu ist ein gewisses Maß an Offenheit, Selbstbeherrschung und Geduld durchaus hilfreich. Ganz generell gibt es ganz viele Tricks und Kniffe, um sich selbst darüber bewusst zu werden, ob man sich aktuell im Opferland bzw. Selbstmitleid befindet, denn das ist meistens die Ursache für hässliche Streitereien, Anschuldigungen, Vorwürfe etc. Es hat auch viel mit Erwartungen und Bedürfnissen zu tun und je besser jemand in der Lage ist, sich selbst zu verstehen und zu analysieren umso einfacher wird es. Niemand ist perfekt und am Ende sind wir alle Menschen – auch das ist schön, es nicht zu vergessen.

Erziehung von Kindern und von anderen Lebewesen

Absolute 0-Toleranz-Grenze für körperliche oder verbale Gewalt. Wer meint seine Kinder oder Hunde anbrüllen, gängeln oder schlagen zu müssen, sollte vor dem Eintritt in unsere Gemeinschaft sein Verhalten ändern. Und ja – es passiert uns sicher allen mal aus dem Impuls heraus, dass wir mal laut werden in der Wut, aber das sollte kein bevorzugter Umgangston sein. Beim Thema “Erziehung von Hunden” orientieren wir uns an den Richtlinien des Berufsverbands der Hundeerzieher und Verhaltensberater e.V. (BHV), welcher zusammen mit der IHK Potsdam den Zertifikatslehrgang zum „Hundeerzieher und Verhaltensberater (IHK)“, etabliert hat.

Informationen

Es gibt da draußen viele Variationen von Hundeerziehung, allerdings möchte ich hier in aller Deutlichkeit sagen: Die Rudeltheorie ist überholt. Der Forscher David Mech, der diese Theorie aufgestellt und in einem Buch veröffentlicht hat, hat diese schon lange widerrufen. Er stellte fest, dass das Verhalten, welches er in einer Gruppe in Gehegehaltung beobachtet hatte, so in einem wildlebenden Rudel nie vorkommt. Der Beitrag von Birgit Frey zu dem Thema ist sehr ansprechend und prägnant:

DER SCHULAUFBAU

Lebensnahe Bildung

Der Aufbau einer eigenen Lehranstalt in einem kleinen Siedlungsverband bringt besondere Erfordernisse mit sich. Die Hauptherausforderung besteht darin, ein breites Spektrum von Heranwachsenden altersgerecht zu unterrichten und dabei gleichzeitig, aus Kostengründen, die Zahl von Lehrkräften gering zu halten.

Positive Lernanreize im Unterricht

Natürlich geht es auch darum, das Lernen (Arbeiten) dem Schüler „schmackhaft“ zu machen. Das geht durch Spannung, Lebensnähe, Erlebbarkeit und Praxis. Die konkreten Maßnahmen sind ebenso vielfältig, wie sie in staatlichen Schulen oft übersehen werden, obwohl all das vergleichsweise leicht zu stemmen ist:

  • Sportliches Lernen (z.B.Wissen/Können-Olympiaden)
  • Spielerisches Lernen (z.B.themenbezogenes Trivial Pursuit)
  • Spannendes Lernen (z.B.Kriminalistik, etwa im Rahmen „Angewandter Natur-Wissenschaft“. Mathematik: Lösung des Rätsels der ägyptischen Pyramiden)
  • Avantgardistisches Lernen (Neuland erforschen, entdecken. „Wie man den Krebs besiegt“)
  • Praktisches Lernen (z.B. Ballonbau in Physik)
  • Identifikables Lernen (z.B.Streitgespräch, Rollenspiel)
  • Alltags-&Naturnahes Lernen („Warum fällt der Tau“)

Altersgemischte Klassen

Ein organisatorisches Grundproblem, das typisch für jede Dorfschule ist, bleibt. Denn hier „beißen“ sich die stets gleichen Eckdaten miteinander: Einer Zahlen seitig stark begrenzten Lehrerschaft steht eine hohe Alterssplitterung in der Schülerschaft gegenüber, bei teilweise schwach besetzten Klassen. Wie finden die Pädagogen da durch? Hier kommt der Ansatz der Ecole d`Humanité zum Tragen: Altersgemischte Klassen. Die Lösung ist ein System, in welchem der Lehrer Schüler mehrerer Jahrgänge in einem Klassenverband gemeinsam „altersgerecht“ unterrichtet.

Achtsames Arbeiten in der Stille

Arbeitsgruppen werden still mit Aufgaben beschäftigt, wobei darauf zu achten ist, dass die Ausbildungsstätte nicht zu einer „Tuschelschule“ wird, in der vornehmlich Hausaufgaben abgewickelt werden. Getrennte Klassen, in denen mehr oder weniger Gleichaltrige ihren spezifischen Erfordernissen und Wissensständen entsprechend unterrichtet werden, erlauben demgegenüber einen offensiveren, kommunikativen und bewegten Umgang mit dem Lehrstoff, von dem die Schülergruppen profitieren, ohne andere zu stören. Eine Alternative wäre der Intervallunterricht.

Versetzte Zeitachsen und Parallelunterricht

Für den Umstand, dass die Schülerzahl steigt, kann das folgende Konzept hilfreich sein, in welchem die Pädagogen verschiedene Gruppen in jeweils eigenen Räumen auf einer versetzten Zeitachse parallel unterrichten. Wobei es dann zu einem Mix Lehrerkraft-vermittelten und Selbst- bzw. Gruppen gerichteten Lernens kommt. „Intervallunterricht“ ist ein Weg, diese Bausteine zu ergänzen und aus einer vermeintlichen Strukturschwäche heraus ein Unterrichtssystem zu schaffen, das den gängigen Erziehungsmethoden sogar in verschiedener Hinsicht überlegen erscheint.

Vom Hören-zum Anwenden-zum Bewähren. Vom Lehrer-zur Gruppe-zum EinzelSchüler

Der Intervall-Unterricht behält den Frontalunterricht lediglich bedingt bei, indem er ihn mit 20 Minuten in einem Zeitfenster optimiert, welches die Aufmerksamkeitsspanne der Schüler ideal bedient. Anschließend wechselt der die Thematik vertiefende oder weiterentwickelnde Lehr-, Lern- und Arbeitsprozess vom Pädagogen (der den Raum verlässt, um sich an die nächste Klasse zu richten) auf die Schülerschaft, welche 20 Minuten individuell und/oder innerhalb zweier/mehrerer Gruppen mit einer Problemlösung beschäftigt wird. Im abschließenden dritten 20-Minuten-Block „bewähren“ sich die Schüler individuell oder als Gruppe, indem sie dem Lehrer und/oder der zweiten Gruppe ihre Erkenntnisse und Lösungswege vermitteln.

Wie man das organisiert

Es geht wie folgt: Drei verschiedene Altersklassen sitzen in benachbarten Klassenzimmern und treten den Unterricht leicht zeitversetzt an. So hat der Lehrer die Möglichkeit, sich jeder neu eintreffenden Klasse nacheinander mit dem einführenden Frontalunterricht zuzuwidmen. Anschließend wird die Klasse still beschäftigt. Am Ende der Stunde(n) finden in den beiden zuletzt betreuten Klassen Bewährungen statt, die der Lehrer wiederum betreut. Im Folgenden ein Beispiel des Unterrichts dreier verschiedener Klassen durch die Lehrer „Meier“ und „Müller“:

Klasse 1 Klasse 2 Klasse 3
8.00-8.20 > Frontal Meier
8.20-8.40 > Hausaufgabe > Frontal Meier
8.40-9.00 > Hausaufgabe > Gruppendynamik > Frontal Meier
9.00-9.20 > Frontal Müller > Bewährung (begleitet) > Gruppendynamik
9.20-9.40 > > Frontal Müller > Bewährung (begleitet)

Aufgaben in den unbeaufsichtigten Blöcken

  • Der Lehrer baut in seinen Vortrag (oder in den in Klasse 1 im 2. Abschnitt frontal per Filmvorführung weiterlaufenden Unterricht) einen Fehler ein, den die Schülergruppen finden müssen
  • Der Lehrer fordert die Entwicklung einer Lösung oder eine praktische Umsetzung für ein von ihm aufgeworfenes Grundproblem
  • Der Lehrer stellt an zwei Gruppen verschiedene Zielforschungsanliegen. Diese verbinden sich im Schlussvortrag zu einem Ganzen oder müssen von der Schülerschaft in diese Einheit überführt werden
  • Zwei Schülergruppen überlegen sich für die jeweils andere eine möglichst schwer zu lösende Aufgabenstellung, die dann bei Anwesenheit des Lehrers offen diskutiert wird.

Vortrag oder Befragung Einzelner oder der Gruppe

Schüler-Schüler-Olympiaden, bei denen gleichstarke Vertreter beider Seiten in konstruktiver Kontroverse gegeneinander antreten. Für die erst unterrichtete Klasse, welche die Lehrkraft nur während der einführenden 20 Minuten betreuen kann, empfiehlt sich als weiterführende Arbeit

  • die Filmvorführung und daran anschließend eine schriftliche Bearbeitung
  • Zwei Gruppen bekommen zu einem Grundproblem eine jeweils andere Aufgabenlösung vorgegeben, die zu erledigen ist. Nach 20 Minuten wird das Klassenzimmer durch eine Trennwand geteilt, und ein wechselnder Schüler jeder Gruppe teilt der jeweils anderen die eigenen Forschungswege/Ergebnisse mit und beantwortet Fragen.
  • Andere Wege siehe hier: Kooperatives Lernen

Ich und Wir: Einzel- und Gruppen-Siege

Der Intervall-Unterricht ist wie gesehen darauf abgestellt, erst das Stundenthema einzuführen, die Schülerschaft dann in Selbstarbeit in dieses zu involvieren, um abschließend die Ergebnisse abzuprüfen. Frontalunterricht durch den Lehrer und autonome Beschäftigung der Klasse in Einzel- oder Gruppenarbeit ergänzen also einander, und das bei Wegfall der meisten unter die „Nachteile des bestehenden Schul-Systems“ genannten Negativa, die für die üblichen Arbeitsweisen sonst typisch sind.

Kooperatives, intraedukatives Lernen

  • Die Aufteilung des Lernvorgangs in drei gleich große Einheiten schafft kurzweilige Abwechselung und kommt dadurch Aufmerksamkeit-schwachen Schülern zugute.
  • Dabei genießen die Schüler gerade beim Anwenden von Gruppenlernen innerhalb des zweiten Blocks, der Problemlösung, alle Vorteile des kooperativen, intraedukativen Lernens. Frei nach der Erkenntnis, dass das Gegenteil von zentraler Belehrung durch das „selber und miteinander Lernen“, dem „Learning by doing“, gebildet wird.
  • Der Verantwortungsspielraum des Schülers ist hier im besonderen Maße erhöht, da ihm innerhalb der Arbeitsgruppen auch vermittelnde und mit zu erziehende Funktionen zufallen. Ein Vorgehen, das der römische Philosoph und Staatsmann Seneca auf die Formel homines, dum docent, discunt (Menschen lernen, während sie lehren) brachte.

Im Sinne des Teamerfolgs

Die Punkte 2. und 3. kommen am besten zum Tragen, wenn in Phase 3 „Schwächere“ zur abschließenden „Bewährung“ herangezogen werden. Weil diese nicht nur die Entwicklung der Lösung innerhalb ihrer Gruppe verfolgen können, sondern dann zudem – im Sinne des „Teamerfolgs“- auch noch vor dem „Antreten“ durch die Stärksten gebrieft werden – wovon die „Schnelleren“ sozial profitieren, da ihnen hier spielerisch die Lehrerrolle zufällt. In der sie wirklich „gut“ sein müssen, da der Auftritt ihres Mannschaftskollegen sonst daneben geht.

Schlüsselqualifikationen

Der Intervall-Unterricht ist gerade in der Gruppenvariante darauf angelegt, bei der Schülerschaft die Eigenschaften wie Methodenkompetenz, Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Kreativität, Eigen- und Führungsinitiative, Verantwortungsbewusstsein frühzeitig und wirksam zu fördern. Diese Qualifikationen können nur schwer von Schülern erworben werden, wenn ausschließlich der Lehrer exzerpiert, strukturiert, interpretiert, analysiert, argumentiert, organisiert, Probleme löst oder den Unterricht in sonstiger Weise managt und dominiert.

EVOLUTION DER BILDUNG

Wissen mit Charakter bilden

Zukunftsorientierte Bildung steht für Respekt gegenüber Mensch und Natur, mehr Mut, mehr Gerechtigkeit, mehr Menschlichkeit und mehr Unabhängigkeit. Das PACHAKUTi Ausbildungscamp soll dual ausbilden und Wissen mit Charakter etablieren. Eine ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltige Wald- und Landbewirtschaftung soll dies jetzt und zukünftig erhalten und sicherstellen.

Natürliches Menschsein

  • Mitleid und Freude fühlen, Gemeinsinn, Kooperation
  • Schönheitssinn im Sein, Handeln und der Natur
  • Kulturelle Verbundenheit
  • Verantwortung gegenüber der gesellschaftlichen Entwicklung
  • Führungsverantwortlichkeit
  • Idealismus als Gegenwert des Materialismus
  • Forschergeist und Wissensinitiative
  • Gerechtigkeitssinn

Im Einklang mit der Natur

Im Rahmen eines sich selbst versorgenden Bildungsparks sollen schamanistische Praktiken in die Bildung einfließen. Die Erkenntnis, dass das technische und das geistige Wissen gesamtheitlich zu betrachten sind, kann zu einer Bewusstseinserweiterung führen. Nicht direkt greifbare Erfahrungen, wie beispielsweise Telepathie oder luzides Träumen, sollen erforscht und spannend gestaltete Lerneinheiten in der Natur sollen neben Spezialisten, globales Denken fördern. Theoretisches Wissen soll in praktischen Seminaren vertieft werden und Menschen aus aller Welt qualifizieren, ihrer Berufung im Einklang mit der Natur nachgehen zu können. Erlebbarkeit und praxisorientiertes Lernen sollen positive Werte vermittelt und zu Eigen- und Gemeinschaftsleistung motiviert werden.

Erkenntnisse verknüpfen

Fragmentales Lernen, bzw. die Fokussierung auf ein bestimmtes Wissensgebiet haben in der Vergangenheit tiefgehende Erkenntnisse in getrennt betrachteten Forschungsrichtungen aufgezeigt. Diese wollen wir zusammenführen. Indem wir auf vorhandenes Wissen aufbauen und nicht messbare Aspekte in die Bildung integrieren, sollen Schülern ein Denken in Zusammenhängen erlernen. Junge Menschen auf dem Land sind oft engagierter, politisch interessierter und naturverbundener. Außerdem zeigen sie sich zielstrebig in ihren Berufsvorstellungen und streben häufiger eine Berufsausbildung an. Daher wollen wir gerade die jungen Leute mit einem tragfähigen Zukunftskonzept inspirieren, indem wir Forschung vernetzen.

Naturnähe und nachhaltiges Handeln

Einstellungen und Verhaltensweisen zu Umwelt und Natur werden bereits seit Langem erforscht. Dabei wird auch thematisiert, dass die Rahmenbedingungen in Wirtschaft und Politik unzureichend sind, um individuell stets nachhaltig zu handeln. Auch eine gewisse Kluft zwischen Bewusstsein und individuellem Handeln wird deutlich. Durch nachhaltiges Handeln sollen jedoch den zukünftigen Generationen die Nutzung und Optionen eines gesunden Waldes offenstehen. Durch die naturnahe Gestaltung von autarken Orten können Lebens- und Nahrungsräume für die Tier-, Insekten- und Pflanzenwelt geschaffen werden. Naturnähe wird dabei insbesondere durch die Verwendung heimischer und standortgerechter Pflanzen und Materialien erreicht.

Weniger denken und mehr fühlen

„Wir denken zu viel und fühlen zu wenig. Mehr als Maschinen brauchen wir Menschlichkeit; mehr als Cleverness brauchen wir Freundlichkeit und Sanftmut. Ohne diese Eigenschaften wird das Leben gewalttätig sein und alles wird verloren gehen." > Charlie Chaplin

REVOLUTION DER LIEBE

Liebe und Spiritualität

Die Natur macht keine Unterschiede, wen sie liebt und wen nicht. Wir anerkennen daher die Liebe als die größte Kraft, die Menschen zur Verfügung steht. Alle Menschen haben das natürliche Recht auf freien Zugang zu allem, was notwendig ist, um sich frei entfalten und in Liebe zueinander leben zu können.

Kein Alleinstellungsanspruch

Keine Religion oder Glaubensgemeinschaft sollte einen exklusiven Anspruch erheben, den “richtigen” Weg zur Erleuchtung zu lehren. Es gilt zu erkennen, dass fast alle heiligen Text an vielen Stellen missinterpretiert oder korrumpiert wurden. Das bedeutet nicht, dass man sie ablehnen soll, denn es kann jedem persönlich weiterhelfen, sie in ihrer Gesamtheit zu betrachten.

Liebe und Gott

Um die Liebe Gottes zu verstehen, oder um Gottes Plan zu verstehen, alle Menschen zu retten, muss man die Augen haben, um über das hinauszusehen, woran wir uns gewöhnt haben. Es ist an der Zeit, über das hinauszuschauen, was uns von den verschiedenen Religionen gelehrt wurde. Weiter hinaus, als wie wir konditioniert wurden.

Spiritualität der Frau

Fast alle Religionen wurden von Männern geschaffen und keine einzige Frau durfte spiritueller Guru werden. Der Mann hat den Frauen innerhalb dieser Kreise selten die Freiheit gegeben, ihre spirituelle Erleuchtung zu verwirklichen. Weltumkehr bedeutet auch, allen Geschlechtern denselben Respekt und die gleiche Anerkennung zu erweisen.

Wertschätzung ohne Vorurteile

Jeden so zu respektieren, wie er ist und niemanden anzugreifen, in keinster Weise, außer sachlich, ist ein weiterer Ausdruck der Liebe. Jemanden zu diskreditieren oder ihn nicht so zu achten, widerspricht unseren Werten. Sofern sie unseren Wertvorstellungen nicht entgegenstehen, nutzen wir alte Überlieferungen jeder Kultur als Hinweise auf dem Weg der Erkenntnis.

Religion der Liebe

“Als die Liebe die Menschheit verlassen hat, kam die Religion, um sie zu ersetzen. Solange es an Liebe fehlt, wird es Religionen geben, die aber die Menschen doch niemals zu Gott hinführen können. Es gibt zu viele Religionen in der Welt und das ist die Ursache für die größten Leiden der Menschheit. Wenn aber die Liebe kommt, gibt es keine Religionen mehr. Die Religion wird zu etwas Innerem und wird sich als Güte, Ausstrahlung, Opferbereitschaft, Samftmut und Licht zeigen. Wenn die Liebe wiederkehrt, wird die Religion in den Hintergrund treten, da die Liebe dann wieder im Herzen der Menschen ihren Platz gefunden hat.” > Omraam Mikhael Aivanhov

REVOLUTION DER HERZEN

Liebe ohne Bedingung

Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass, wenn Photonen mit einer liebevollen und heilenden Absicht infundiert werden, ihre Frequenz und Schwingung so weit ansteigt, dass sie buchstäblich Materie verändern, Krankheiten heilen und negative Ereignisse transformieren können.

Die Schöpfung liegt in der DNA

Eine wissenschaftlich kontrollierte Studie deutscher Forscher der Universität Kassel kam zu der Erkenntnis, dass während der Brustbereich eines durchschnittlichen Menschen nur 20 Photonen Licht pro Sekunde aussendet, jemand, der über sein Herzzentrum meditiert und anderen Liebe und Licht sendet, eine erstaunliche 100.000 Photonen pro Sekunde. Das ist 5000-mal mehr als der durchschnittliche Mensch.

Das Herz ist mehr als eine Pumpe

Das Herz liebt, fühlt, denkt und erinnert sich und kommuniziert mit anderen Herzen. Es speichert Informationen und pulsiert diese Informationen kontinuierlich mit jedem Schlag durch den Körper. Es ist weit mehr, als die moderne Wissenschaft glauben machen möchte. Das Herz ist eine Pumpe, die die zelluläre Symphonie pumpt, die die Essenz Ihres Wesens ist, und es ist ein magnetischer und strahlender Wirbel und die wahre Quelle der menschlichen Kraft.

Wer oder was Gott ist, wer weiß…

Gibt es überhaupt Worte, mit denen man Gott beschreiben könnte? Beim Versuch, das zu beschreiben, was man unter Gott verstehen könnte, führt zu einem einzigen Wort: Liebe. Bedingungslose Liebe bedeutet, selbst das größte Übel zu vergeben und ihm mit Liebe zu begegnen. Diese drückt sich als Energie im hellsten Licht aus.

Liebe unterscheidet nicht

Das ist das, was in den Schriften der Inka offensichtlich gemeint ist, wenn sie davon sprechen, dass der Adler und der Condor gemeinsam fliegen. Der Adler, der den technischen Aspekt darstellt und der Condor, der den spirituellen Aspekt darstellt, kommen zusammen, weil sie verstehen, dass sie beide Teil des Einen-Ganzen sind.

LEBEN IM HIER UND JETZT

Vergangenheit und Zukunft sind eine Illusion

Das Hier und Jetzt ist die einzige Zeit, die tatsächlich existiert. Der gegenwärtige Moment ist der einzige Zeitpunkt, an dem Leben wirklich stattfindet. Dass irgendetwas außerhalb des gegenwärtigen Augenblicks geschieht oder ist, ist nicht möglich. All das, was in der Vergangenheit geschehen ist, geschah im Jetzt. Und all das, was in der Zukunft geschehen wird, geschieht in einem späteren gegenwärtigen Augenblick. Bereits Albert Einstein kam zu dieser Erkenntnis: “Die Unterscheidung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist nur eine hartnäckige Illusion”.

Gedanken sind Schöpfungsprozesse

Im Hier und Jetzt spielt es keine Rolle mehr, wie schön der gestrige Tag war, er ist Vergangenheit. Es ist auch egal, wie schön man sich den kommenden Tag ausmalt, dieser existiert lediglich als eine Vorstellung des Gehirns. Da uns bewusst ist, dass die jeweiligen Gedanken Schöpfungsprozesse sind, üben wir uns darin, die gesamte Aufmerksamkeit auf den Moment zu richten, den wir gerade erleben, anstatt Gedankenenergie darauf zu verschwenden, uns über Vergangenes den Kopf zu zerbrechen oder uns Sorgen über die Zukunft zu machen.

Der jetzige Moment verändert die Zukunft

Es gilt zu erkennen, dass es nur einen wahren Augenblick gibt. Nur was im jetzigen Moment gelebt, geschöpft, geschaffen und verwirklicht wird, dadurch, wie man mit einer Situation umgeht, verändert die Zukunft. Realisieren wir diesen Moment, ist er auch schon wieder vorbei. Leben im Hier und Jetzt bedeutet aber nicht, dass die Vergangenheit und die Zukunft keine Rolle spielen. Das Gegenteil ist der Fall. Wäre in der Vergangenheit eine andere Entscheidung getroffen worden, wäre die derzeitige Situation wahrscheinlich anders. Jetzt findet das Leben statt.

KLARES UND REINES HANDELN

Aktion und Reaktion

Gedankenenergie folgt in unserem Verständnis einem einfachen Gesetz: Aktion = Reaktion. Der Mensch kann in seiner Vorstellungskraft gesunde oder krankmachende Wirkungen hervorrufen. Die Informationen, die wir aussenden, also unsere Schwingung oder die Frequenz, können wir jederzeit verändern und sind dadurch Schöpfer unseres Universums. Wir sind uns darüber einig, dass nach dem Gesetz der Verantwortung jeder alleine für seine Gedanken und seine Emotionen verantwortlich ist.

In natürlicher Harmonie mit dem Universum

Unseren Worten folgen Taten. Den Fokus und die Klarheit zu schärfen, lässt uns ohne „vielleicht“, „könnte“ und „müsste“, sondern ohne Umschweife ins Tun zu kommen. Wer klar ist, kann problemlos seine Bedürfnisse auszudrücken, genauso wie seine Unvollkommenheit und Missgeschicke. Und wer Reinheit und die Liebe, zu allem, was ist, im Herzen bewahren kann und dadurch aufrichtig und mit vollem Bewusstsein handelt, der ist auf natürliche Weise in Harmonie mit dem Universum.

Klarheit liegt in der Stille

Bei allem, was wir tun, stellen wir uns die Frage nach der Übereinstimmung mit der Tat. Also nach der Absicht, was wir mit dem Tun erreichen wollen und nach der Klarheit. Wir achten darauf, wie klar unsere Gedanken und unsere Taten sind. Diese Klarheit erkennen wir in der Stille und bestimmen damit die Resonanz in unserer Umwelt. Wir sind uns dessen bewusst, dass wir jeden Moment ändern können, indem wir uns entscheiden, jedem und allem mit Liebe zu begegnen.

GEDANKEN SIND ENERGIE

Gedanken schaffen Energiefelder

Gedanken sind kraftvolle Energien und diese sendet jeder von uns nach draußen. Mit diesen Gedanken erschaffen wir, was uns in unserer derzeitigen Inkarnation geboten wird. Hass, Angst und Spaltung lehnen wir ab, weil wir uns damit selbst schaden würden, und wir sind jederzeit offen für Begegnungen mit Menschen, unvoreingenommen und aus dem Herzen heraus. Wir grenzen keine Menschen aus, nur weil sie anders sind, anders denken oder anders fühlen als wir und wir erfreuen uns an der Andersartigkeit eines Jeden.

Gedanken sind als Frequenz messbar

Der Schweizer Theophrastus Bombast von Hohenheim, der unter dem Namen Paracelsus, in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, wohl einer der berühmtesten Ärzte Europas überhaupt war, außerdem Naturphilosoph, Alchemist, Laientheologe und Sozialethiker, ging davon aus, „dass die Lebenskraft nicht im Menschen eingeschlossen ist, sondern ihn umstrahlt wie eine leuchtende Kugel und in die Ferne wirken kann.“ Heutzutage ist jeder Gedanke als Frequenz messbar, er ist ein elektrischer Impuls im Gehirn und enthält seine eigene Information.

Glaubensmuster und Gedanken erzeugen ein Energiefeld

Alles, was uns umgibt, also jeder Gegenstand, jede Sache und auch jeder Mensch besteht aus Informationen, nämlich aus Molekülen, welche in bestimmten Frequenzen schwingen. Durch Glaubensmuster und Gedanken erzeugt jeder Mensch ein Energiefeld. Das stärkste wird von seinem Herzen erzeugt. Wir glauben, wie wir über jemanden oder über etwas denken, sendet eine Botschaft, also eine Information aus, die von anderen Energiekörpern aufgenommen wird. Auf diese Art treten wir mit Dingen, Ereignissen, Personen etc. in Resonanz, die exakt auf der gleichen Schwingung (Frequenz) sind.

ICH BIN WEIL WIR SIND

Einheit mit allem, was ist

Unser Streben, nach der Einheit mit „Allem was ist“, lehnt sich an Südafrikas Philosophie der Verbundenheit an. Ubuntu trägt der Tatsache Rechnung, dass der Mensch nur durch die Existenz der anderen leben kann: „Ich brauche dich, um ich selbst sein zu können. Genauso, wie du mich brauchst, um du sein zu können. Auf diese Weise sind wir miteinander verbunden. Dies ist so, weil ich sonst nicht wüsste, wie man als Mensch spricht, wie man als Mensch aufrecht geht, wie man als Mensch denkt.“

Die Schöpfung leben

Alles, was wir lernen, lernen wir von anderen Menschen. In unseren Gemeinden wollen wir den ursprünglichen Schöpfungsgedanken leben und uns auf die wahre Natur aller Dinge besinnen. Machtstrukturen lehnen wir ab, da sie dem Einzelnen die Pflicht zur Eigenverantwortung nehmen. Erscheinungsformen des „Bösen“ sehen wir nicht als etwas an, das bekämpft werden muss, sondern als etwas, an dessen Heilung es zu arbeiten gilt. Selbst der Tod, der neues Leben hervorbringt, ist für uns ein ganz natürlicher Teil des spirituellen Erkenntnisprozesses.

Kunst des Zao Dao

„Wenn wir den Dao als Methode oder bewusste Art betrachten, mit der das getrennte vereinigen soll, sind wir wahrscheinlich der psychologischen Bedeutung des Konzepts nahe gekommen…
… … Die Erkenntnis der Gegensätze, verborgen im Unbewussten, bedeutet die Wiedervereinigung mit den unbewussten Gesetzen unseres Seins, und der Zweck dieser Wiedervereinigung ist die Erlangung eines bewussten Lebens oder, wie in chinesischer Sprache ausgedrückt, die Verwirklichung des Da.

Vereinigung der Gegensätze

… … Die Vereinigung der Gegensätze auf einer höheren Bewusstseinsebene ist keine rationale Sache und auch keine Frage des Willens, es ist ein Prozess der psychischen Entwicklung, der sich in Symbolen ausdrückt, und heute wird die Persönlichkeitsentwicklung noch in Symbolen dargestellt olic form. Die Einheit der beiden, Leben und Bewusstsein, ist der Dao.” – Carl Jung – Psychologie und der Osten, pg 22 – 27, (für die Kurzheit paraphrasiert)