PERSPEKTIVENWECHSEL

Natur und Entfremdung

Viele Negativtrends in unserer heutigen Gesellschaft sind nur der äußerlich sichtbare Ausdruck von Störungen im individuellen wie auch kollektiven Innenleben der Menschen. Diese auch als Normopathie bezeichnete zwanghafte Anpassung vieler Menschen an kranke gesellschaftliche Verhältnisse erfolgt hauptsächlich aus Angst vor Ablehnung und Ausgrenzung und ist lediglich eine Folge unserer Natur- und Selbstentfremdung.

Aktuelle Trends und Herausforderungen

Quelle: Raik Garve – NEUE HORIZONTE TV

Viele uneheliche Kinder bei niedriger Geburtenrate

Die europaweiten Transformationsprozesse der Familie und der Familienwerte mit ihren Krisen- und Modernisierungsaspekten führten zu einer Erhöhung des Anteils der nicht ehelichen Lebensgemeinschaften, sowie zu einem hohen Anteil unehelicher Kinder bei niedriger Gesamtgeburtenrate. Unter modernen Bedingungen der gesellschaftlichen Entwicklung, der Transformation vieler sozialer Institutionen, nimmt die Rolle der Institution der Familie als Grundlage für den Eintritt eines jungen Menschen in die Gesellschaft ab. Ideelle Werte wie Barmherzigkeit und Demut haben in der heutigen Gesellschaft wenig Bedeutung, als materielle Werte.

Quelle: Raik Garve – NEUE HORIZONTE TV

Erziehung zu reinen Konsumenten

Die moderne Welt durchläuft eine Phase des Wandels. Der Westen ist derzeit dabei, einige der bisher vorherrschenden Vorstellungen von Sozialpolitik als Politik des Gemeinwohls in staatlicher Verantwortung zu revidieren. Die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ist ärmeren Menschen oft nicht mehr möglich. Eine Folge des weitverbreiteten atheistischen und materialistisch geprägten Weltbild ist die Erziehung zu reinen Konsumenten, die im besten Fall ihre Meinung für sich behalten. Wenn sie denn überhaupt noch in der Lage sind, sich aufgrund der überhand nehmenden Informationsflut eine eigene fundierte Meinung zu bilden.

Quelle: Raik Garve – NEUE HORIZONTE TV

Die Gesellschaft erwartet, sich Normen anzupassen

In der modernen Welt sind wir Zeugen und manchmal auch Opfer von etwas, das als Normopathie bezeichnet wird. Es ist ein Zustand, der durch ein zwanghaftes Bedürfnis gekennzeichnet ist, nicht so zu handeln, wie er es möchte, sondern so, wie es die Gesellschaft von ihm erwartet. Dem Psychologen Christopher Bollas ist es gelungen, diesen Zustand „hervorzubringen“. Er beschrieb mit diesem Wort einen Menschen, dessen emotionaler Zustand ihn dazu bringt, alle Normen strikt zu befolgen und nicht von dem abzuweichen, was “man” von ihm erwartet. In der Neuzeit wird dieser Persönlichkeitstyp stark idealisiert.

Quelle: Raik Garve – NEUE HORIZONTE TV

Zu geringe Konformität führt zum Ausschluss

Normopathie kann auch als eine mentale Abweichung angesehen werden, die die Vorstellungskraft tötet und jede Neigung zu Fantasie und Kreativität unterdrückt, sowohl bei einer einzelnen Person als auch bei einer ganzen Nation. Im Grunde ist es eine Persönlichkeitsstörung. Übermäßiges Konformitätsbedürfnis führt oft dazu, dass Menschen, die sich die Fähigkeit erhalten, eigenständig zu denken und sich unangepasst zu äußern, von digitalen Plattformen ausgeschlossen werden (Deplatforming).

Quelle: Raik Garve – NEUE HORIZONTE TV

Soziale Fehlanpassung führt zu Konflikten

Soziale Fehlanpassung ist ein teilweiser oder vollständiger Verlust der Fähigkeit eines Menschen, sich an die Bedingungen des sozialen Umfelds anzupassen. Es bedeutet die Unmöglichkeit einer Person aufgrund bestimmter Umstände, ihre soziale Funktion zu erfüllen, mit der mikrosozialen Umgebung, in der sie sich befindet, zu interagieren, also mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Soziale Fehlanpassungen führt zu erhöhter Reizbarkeit und zur Unfähigkeit, einen anderen Menschen zu verstehen und seine Sichtweise zu akzeptieren.

Quelle: Raik Garve – NEUE HORIZONTE TV

Zunehmende Schwierigkeiten in der Selbstbestimmung

Die Familie als universellste, umfassendste soziale Institution spiegelt nahezu alle sozialen Probleme wider, zu denen die Erziehung zu Pflicht-erfüllenden Konsumenten in der Gesellschaft führt: soziale Fehlanpassung, Schwierigkeiten kinderreicher Familien und Behinderte, Gewalt gegen Kinder und Frauen, junge Mutterschaft und vieles mehr. Verschärft wird die Situation durch soziale Probleme junger Menschen, verbunden mit einem radikalen Wandel der soziokulturellen und politischen Rahmenbedingungen für die Entfaltung des Einzelnen, der zunehmende Schwierigkeiten in der Selbstbestimmung junger Menschen, auch in beruflicher Hinsicht, mit sich bringt.

Quelle: Raik Garve – NEUE HORIZONTE TV

Probleme in der Familienerziehung

Die Qualität der Familienerziehung hängt nicht nur vom Erziehungswunsch oder -unwillen der Eltern ab, sondern auch maßgeblich vom Einfluss verschiedener gesellschaftlicher Probleme auf die Familienerziehung. Die Probleme junger Menschen hängen mit ihrer Stellung in der Sozialstruktur und an der überproportionalen Orientierung an Gleichaltrigen zusammen. Probleme des sozialen Schutzes älterer Menschen werden unter modernen Bedingungen besonders relevant, weil sich die alten Formen und Methoden der sozialen Unterstützung in einer unreifen Gesellschaft als ungeeignet herausstellten. Um eine Umkehr zu erreichen, bedarf es – über Altersgrenzen hinweg – effektivsten Bedingungen für die Bildung sozialer und alltäglicher Ideen und Fähigkeiten, die zur Vorbereitung auf ein weitgehend unabhängiges Leben innerhalb einer Gemeinschaft dienen.

Quelle: Raik Garve – NEUE HORIZONTE TV

Konflikte des Individuums

Die Geburt eines Kindes mit Entwicklungsstörungen verändert den gesamten Verlauf des Familienlebens. Eine solche Familie kann sich vollständig von Bekannten, Freunden und sogar Verwandten entfernen. Sozialpsychologische Probleme sind innere Konflikte des Individuums. In der Psychologie spricht man von Angst, Anspannung, Unbehagen, die eine Person empfindet, aber nicht erklären kann. Grundlegende Anpassungen der Bildungsmethoden, unter den Bedingungen moderner sozialer Prozesse, Logik und kritisches Denken, sind daher dringend nötig. Die Bedeutung von „Fähigkeiten des 21. Jahrhunderts“ liegt darin, dass sie es ermöglichen, sich besser in verschiedenen Disziplinen zurechtzufinden und die Ströme neuer Informationen zu verstehen.

Quelle: Raik Garve – NEUE HORIZONTE TV

Schädliche gesellschaftliche Zustände

Generationenkonflikte, die durch die derzeitige gesellschaftliche Entwicklung gefördert werden, sind schädliche gesellschaftliche Zustände, die in den Mittelpunkt der Besorgnis und zum Gegenstand von Reformbemühungen rücken müssen. Besonders deutlich wird dies bei der Analyse der sozialen Alterung. Leider finden die Probleme der wachsenden Bevölkerung älterer Menschen im Konzept des Sozialkapitals wenig Berücksichtigung. Sie müssen auf individueller, nationaler, internationaler und politischer Ebene mit Überzeugung angegangen werden. Für die vorherige Generation war der Umgang mit IT eine Nischenkompetenz. Heute und in Zukunft ist es eine Schlüsselkompetenz für die meisten Lebensbereiche.

Quelle: Raik Garve – NEUE HORIZONTE TV

Gesunder gemeinschaftlicher Lebensstil

Ein gesunder Lebensstil ist ein weiterer grundlegender Faktor für die körperliche und moralische Entwicklung, hin zu einem natürlichen und fortschrittlichen Leben: Tagesablauf, frische Luft, physische Aktivität, gesunde Ernährung sowie ein ausgeglichener mentaler und emotionaler Zustand. Für eine harmonische Entwicklung gehört es neben der Beherrschung der Lese-, Zähl- und Kommunikationsfähigkeiten zu einer ausgewogenen Bildungspolitik, körperliche Intelligenz zu entwickeln. Spiele fördern den Gemeinschaftssinn und helfen, Geschicklichkeit, Ausdauer und Koordination zu entwickeln. Dahingehend gilt es, eine Umgebung zu schaffen.

Grundprinzip des respektvollen Umgangs

Um selbstbewusst zu werden, den Respekt anderer zu gewinnen und mutig durchs Leben zu gehen, müssen Menschen in der Lage sein, ihre Interessen zu formulieren und sie zu vertreten. Die einfachen Worte „Danke“, „Hallo“, „Bitte“ sind Grundprinzip guter Umgangsformen und eines freundlichen Umgangs. Diese Form von Höflichkeit ist hilfreich im Umgang mit Menschen, damit man seine Ideen umsetzen kann. Digitale Medien-Kompetenzen und die Entwicklung kognitiver Fähigkeiten, unter respektvoller Berücksichtigung der besonderen Anforderungen von älteren und/oder Menschen mit Einschränkungen, gehören untrennbar mit der Bildungspolitik für eine zukunftsfähige Gesellschaftsentwicklung verwoben.

Quelle: Raik Garve – NEUE HORIZONTE TV

Teufelskreis der Normopathie durchbrechen

Wenn wir in ein Goldenes Zeitalter gelangen wollen, so müssen wir endlich den Teufelskreis dieser Normopathie durchbrechen, denn die wahren Wachstumsengpässe liegen heute v.a. im geistig-psychischen Bereich. Hierzu zählen nicht verarbeitete Bindungstraumata aus der Kindheit und eine daraus resultierende Unreife, Gefühlspanzerung und Empathielosigkeit als spätere Erwachsene. Der Schlüssel ins Goldene Zeitalter besteht aus insgesamt 4 einfachen Schritten, wobei unsere Kinder und unser Umgang mit ihnen hier die entscheidende Rolle spielen.

Quelle: Raik Garve – NEUE HORIZONTE TV

Harmonisches Dasein in der Gesellschaft

Die Fähigkeit, für sich selbst einzustehen, ist nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder eine sehr wertvolle Fähigkeit. Dinge in Ordnung bringen zu können und die Fähigkeit, sich selbst und anderen bei Bedarf Erste Hilfe zu leisten, entlastet das gemeinschaftliche Zusammensein und fördert den Zusammenhalt. Dazu gehört die Bereitschaft, sich selbst weiterzuentwickeln. Sich Ziele zu setzen und danach zu streben, sie zu erreichen. Andere wichtige Fähigkeiten sind die Fähigkeit, nachdenklich zu lesen (die Essenz des Gelesenen zu bestimmen und Schlussfolgerungen zu ziehen), die Fähigkeit, richtig zu schreiben und seine Gedanken schriftlich auszudrücken, so, dass andere Menschen sie verstehen, sowie die Fähigkeit, im Kopf zu rechnen. (Addition, Subtraktion, Multiplikation, Division, Zinsen)

Quelle: Raik Garve – NEUE HORIZONTE TV

Eine positive Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse ist möglich, allerdings müssen wir hierzu erst einmal in unserem eigenen Innenleben aufräumen. Was es damit konkret auf sich hat, erzählt Raik Garve auf NEUE HORIZONTE TV im Interview mit Götz Wittneben.

Credits: Raik Garve / Neue Horizonte TV

PACHAKUTi CAMPUS

Nachhaltige Siedlungs-, Bildungs- und Gesellschaftspolitik

Ziel ist es, eine Plattform (online & offline) zu schaffen, auf der sich einerseits Gruppen und Initiativen vernetzen können, und auf der andererseits Menschen über ein KonzeptWiki gemeinsam Konzepte für eine nachhaltige Bildungs-, Siedlungs- und Gesellschaftspolitik erarbeiten können. Diese dienen dazu, ein ländliches Lebensumfeld zu schaffen, in welchem Menschen in und von der Natur lernen und autark, das heißt, ohne von Großkonzernen abhängig zu sein, zu leben.

Naturnahe Lebensform auf Campingplätzen

Campingplätze auf dem Land eignen sich gut für den Start in eine naturnahe Lebensform, weil an solchen Orten günstig Wohnraum entstehen kann. Außerdem ist außerhalb größerer Ansiedlungen und Städte das Interesse an lokal hergestellten Produkten und Nahrungsmitteln ausgeprägter. Als Unterkunft bietet sich eine breite Palette von Möglichkeiten. Langzeitbewohner sowie Besucher haben die Wahl, ob sie in einem Wohnwagen, einem Zelt oder Tipi, einer Jurte, eine Tiny House oder in einem vollwertigen Cottage wohnen wollen.

Glamping für digitale Nomaden

Der Hauptunterschied zwischen Glamping und Camping ist die Ausstattung. Neben Dusche und Toilette, sowie Strom und einer stabilen Internetverbindung stehen digitalen Nomaden weitere Annehmlichkeiten wie Co-working-Räume und eine Küche, in der gemeinsam gekocht werden kann, zur Verfügung. In einem modernen Format der komfortablen Erholung wird auf gepflegten Campingplätzen der Tourismus auf dem Land gefördert.

Natur-Campus

In den Camping-Siedlungen findet ein Vereinsheim für jede Menge Outdoor-Aktivitäten seinen Platz. Das Angebot beinhaltet praktische Workshops, beispielsweise zum Bau einer Jurte oder einem Naturspielplatz, sowie theoretische Kenntnisse über Permakultur, Landwirtschaft und alte Arbeitstechniken. Der so entstehende Natur-Campus hat den Anspruch, Erkenntnisse der verschiedenen wissenschaftlichen Fachrichtungen zu verknüpfen und mit dem Aspekt der Spiritualität der Natur in Zusammenhang zu bringen.

Regenbogen-Camp

Mitglieder des Tartaria e.V. (i.G.) sollen auf dem Campingplatz die Möglichkeit haben, einen dauerhaften Wohnsitz zu gründen. Die Clubmitglieder leben ihre Gemeinschaft mit sportlichen Aktivitäten aus. Der Fokus liegt auf den gesundheitlichen Aspekten verschiedener Kampfkünste wie Tai-Chi, dem sogenannte Schattenboxen, dem brasilianischen Kampftanz Capoeira und Aikido. Techniken wie Bogenschießen, die 8 Brokate oder Zazen sollen Interessierten helfen, in die eigene Mitte zu finden.

Ein natürliches Umfeld schaffen

Zweck der Stiftung PACHAKUTi ist es, sogenannte RAINBOW VILLAGES zu erbauen, die darauf ausgelegt sind, Menschen in einem natürlichen Umfeld dahingehend auszubilden, dass sie sich selbst versorgen können. Lernbegleiter vermitteln in Workshops ihr Wissen über verschiedene Wege des Schamanismus, um den Bezug zur Natur zu stärken.

Die Stiftung soll sich speisen durch:

1. Einnahmen aus Affiliate-Marketing,

2. Einnahmen aus Network Marketing und

3. durch gemeinnützige Franchise-Unternehmungen mit einem klaren Geschäftszweck.

„Erziehung bedeutet, unseren Kindern beizubringen, sich die richtigen Dinge zu wünschen.” – Platon

BILDUNGSZIELE

Bildet eure Kinder aus.

Magie und das alte Wissen

Bereite sie vor, auf eine neue Zeit. Wenn du es nicht kannst, finde jemanden, der ihnen Disziplin auf eine Weise lehrt, die etwas mit Freiheit zu tun hat. Und vergesst die Magie nicht, das alte Wissen, die Zauberkraft, die Feen, Elfen und Naturwesen. Erkenne, was ihr Energiesystem braucht. Manchmal mehr Grenzen als du bereit bist zu ziehen. Aus deiner Geschichte resultierend.

Heilige Handlung

Auch dann, erkenne die Kraft eines Lehrers, eines Trainings in der Gruppe. Fördere ihre Möglichkeit ihre Ungezügeltheit zu bündeln, anzuerkennen und einzusetzen. Spiel ihnen keine Welt vor, die heil ist, sondern lass sie die heilige Handlung aus deinem Wirken heraus erfahren. Lass die Schreie der Wut zu. Wenn du in die Überforderung kommst, mit ihrer Kraft, mit ihrer Impulsivität, finde eine Kampfsportart, die ihrem Wesen entspricht. So lernen sie richtig zu fallen, abzurollen, auszuweichen, aber auch sich einzubringen, und alles, was sie unterdrücken mussten zu kanalisieren.

Neuzeit

Wenn sie zu schwach scheinen, zu empfindliche, zu schüchtern, öffne dich dafür, dass das Universum dir einen Menschen schickt, der mit ihnen diese Energien erfahren kann, und die Kraft darin sieht und sie aus ihrem Kokon heraus befreit. Die neue Zeit wird vielleicht nicht golden werden. Liebe ist, unsere Kinder vorzubereiten. Sie zu rüsten, ihnen Werkzeuge zu schenken für ein Leben, aber auch überleben. Für ein Geben, aber auch für ein Verteidigen. Eure Kinder werden vielleicht noch 60, 70, 80 Jahre auf diesem Planeten sein. Und die Gefahren werden nicht weniger werden.

Wertvolle Tools

Nährt sie mit Gott, mit Urvertrauen, aber auch mit der Möglichkeit sich in der Natur durchzusetzen, mit der Natur zu überleben. Frei von Angst. Voller Mut, Neugier, Kraft, dem Drang nach Freiheit, und dem Wissen, Freiheit braucht Disziplin. Waldkindergarten, Waldorfschulen, Homeschooling, Training auch durch Männer(…). Naturmärsche, Feuermachen, Holzhüttenbauen, Verstecken spielen im Wald scheinen mir wertvollere Tools zu sein als Mathematik und Rechtschreibung.

Intakte Partnerschaften

Was du deinen Kindern schenken kannst, das Vorleben einer intakten Partnerschaft, und auch die Freiheit dich zu trennen, wenn dies nicht zu gewährleisten ist. Verbinde dich mich anderen Müttern, mit Kriegerinnen, mit Rebellinnen, die Handeln, die Ideen bringen, die dir ein Angebot machen, deine Kinder neu zu befüllen, und erfüllen.

Kriegerqualitäten

Und vergesst die KriegerInnen Qualitäten nicht. Den gesunden Kampfgeist, die Angstfreiheit vor Konflikt. Und die Führung und Intuition, die es braucht. Worte wie, „sowas sagt man nicht“, streicht sie aus eurem Wortschatz. Schaut hinter das, was gesagt werden will, holt sie dort ab, wo die Gefühle überkochen. Und wie schon am Anfang gesagt, wenn ihr sie nicht mehr zügeln könnt… Haben sie vielleicht ein Kriegerwesen, das Führung braucht.

Oberstes Gebot

Eine neue Zeit bricht an. Leider kann ich nicht mit „alles wird gut“ Geschwurbel dienen. Sondern mit einer Inspiration, den Kindern Werkzeuge, Instrument, und auch Waffen in die Hände zu legen, mit denen sie dienen, heile, verteidigen können, durch Werte, die ihnen von Menschen beigebracht werden, deren oberstes Gebot die Liebe ist und die Achtung vor dem Leben. Aber vielleicht in einer bisschen wilderen Form, körperbezogeneren Art, wie wir es bis jetzt gewohnt war.

Credits: Verena Rottmar (Autorin: Die Himmelstänzerin, Die Seelenflüsterin)

BILDUNGSINITIATIVE

Denken in Zusammenhängen

Bewusstheit, Selbstverantwortung, Freiheit und Bodenständigkeit zu leben, dazu sollen die Menschen am PACHAKUTi CAMPUS inspiriert werden. Fragmentales Lernen soll durch ein Denken in Zusammenhängen aufgewertet werden.

Ziele der Bildungsinitiative

Die Inhalte der Seminare und Workshops zielen darauf ab, eine Dorf- oder Stadtstruktur zu entwickeln, die sich durch die Verschmelzung innovativer Technologien, alten landwirtschaftlichen Techniken und einer sich selbst versorgenden baulichen Architektur auszeichnet. Spannend gestaltete Lerneinheiten, Lebensnähe, Erlebbarkeit und praxisorientiertes Lernen sollen positive Werte vermittelt und Menschen zu Eigen- und Gemeinschaftsleistung motivieren.

Ganzheitliche Ausbildung

Am PACHAKUTI CAMPUS sollen Forschungsergebnisse alle wissenschaftlichen Richtungen zusammenfließen. Uns ist es wichtig, den Menschen ins Bewusstsein zu rufen, dass viel von dem, was unser Universum ausmacht, wissenschaftlich noch nicht erklärt werden kann. Von einem Verknüpfen der Forschungsbereiche erwarten wir einen Bewusstseinssprung. Die daraus folgenden Erkenntnisse sollen zu einer neuen Art der Bildung unserer Kinder führen, deren Schwerpunkt mehr auf dem Erfahren, als auf dem Auswendig lernen liegen.

Bewusstseinserweiterung durch Erfahrung

Der Weg zu einer Bewusstseinserweiterung kann in der Erkenntnis liegen, dass das technische und das geistige Wissen, in Form unserer Erfahrungen gesamtheitlich zu betrachten ist und es in Einklang mit der Natur, bestehend aus den fünf Elementen Ether, Wasser, Erde, Feuer und Luft, und den Naturgesetzen zu bringen. Daher ist es sinnvoll, die wissenschaftlichen Fachrichtungen aus der Vogelperspektive zu betrachten. Wie bei einem Puzzle, bei dem man die Verbindungstücke sucht und ausprobiert, wie sie ineinander passen. Schamanistische Praktiken, wie “Dinge sehen”, die man nicht anfassen kann, haben dadurch ihren berechtigten Stellenwert in der Ausbildung.

Schamanentum fasziniert uns

Die Wurzeln des Schamanismus reichen bis weit in die Steinzeit zurück, doch bis heute sind schamanistische Denkweisen und Rituale Teil der Lebensweise der naturnahen Völker. In unserer schrillen, schnell lebenden und globalen Gesellschaft fördern schamanistische Theorie und Praktiken die natürliche Verbundenheit, mit dem Boden, auf dem wir leben. Dieses alte Wissen “bündeln” wir. Die Kernelemente bilden die Grundlage, um wissenschaftliche Erkenntnisse verschiedener Forschungsrichtungen zu verknüpfen.

Naturverbundenheit und Wertschätzung

Die Wertschätzung des Schamanentums liegt nicht nur darin begründet, weil es uralt ist. Das medizinische Wissen der Schamanen, aus allen Erdteilen und Kulturen, hat hohes Potenzial, um die Schulmedizin zu ergänzen. Naturmedizin, die schwerpunktmäßig die Vorbeugung von Krankheiten in den Mittelpunkt rückt, kann die Kostenträger der akuten Heilmedizin reduzieren helfen. Mitfühlender Gemeinschaftssinn, gelebte ganzheitliche Spiritualität und tiefgreifende Naturverbundenheit schaffen eine Atmosphäre, die ein wertschätzendes Miteinander fördert.

Prinzip unseres tatsächlichen menschlichen Zustands

Jemand, der anfängt, Interesse an den Lehren zu entwickeln, kann dazu neigen, sich von der Realität materieller Dinge zu distanzieren, als ob die Lehren etwas ganz anderes vom täglichen Leben wären. Oft liegt am Grund von all dem die Einstellung, aufzugeben und vor den eigenen Problemen davonzulaufen, mit der Illusion, dass man etwas finden kann, das einem auf wundersame Weise hilft, all das zu überwinden. Aber die Lehren basieren auf dem Prinzip unseres tatsächlichen menschlichen Zustands. Wir haben einen physischen Körper mit all seinen verschiedenen Grenzen: Jeden Tag müssen wir essen, arbeiten, ausruhen und so weiter. Das ist unsere Realität, und wir können sie nicht ignorieren. – Namkhai Norbu Rinpoche

SCHULE DER MENSCHLICHKEIT

Ecole d’Humanité

Der PACHAKUTi CAMPUS orientiert sich am Vorbild der Ecole d’Humanité. Dieses fortschrittliche Schweizer Internat bietet internationale Schulprogramme und eine erstklassige ganzheitliche Ausbildung auf einem wunderschönen Campus im Herzen der Alpen. Als erste Schule in der Schweiz kann die Ecole d’Humanité eine Akkreditierung in Outdoor-Sicherheit vorweisen. Das fortschrittliche Bildungsprogramm der Schule konzentriert sich auf die Entwicklung von alltagsrelevanten und Zukunft schaffenden Kompetenzen.

Ganzheitliche Ausbildung für alle

Die School of Humanity ist eine progressiv reformpädagogische Internatsschule mit ganzheitlicher Ausbildung. Die “Ecole d’Humanité” befindet sich in einem Bergdorf zwischen Interlaken und Luzern, mit Genossenschaftssitz in Hasliberg im Berner Oberland. Die Internatsschule ist seit ihrem Einzug auf den Hasliberg 1946 in zwei leerstehende Gebäude organisch gewachsen, als Schuldorf mitten im Bauerndorf Goldern. Drei markante Bauten wurden 1968-70 durch den Architekten Ernst E.Anderegg realisiert. Heute beherbergt das internationale Dorf zum Leben, Lernen und Wachsen, Studenten und Dozenten aus 25 Ländern. Es ist ein internationales Internat, das die Entdeckung und Entwicklung individueller Talente fördert, in einer Atmosphäre der Selbstbestimmung, Innovation und Toleranz. Der Unterricht wird in zwei Abteilungen in deutscher und englischer Sprache erteilt.

Gründung der Schule der Menschlichkeit

Die Schule wurde 1934 von dem fortschrittlichen Pädagogen Paul (Paulus) Geheeb, geboren am 10. Oktober 1870 in Geisa an der Rhön, und seiner Frau Edith Geheeb Cassirer, sie war eine Reformpädagogin zwischen pädagogischem Ideal und praktischem Schulmanagement, gegründet. 1910 hatte Geheeb in seiner Heimat Deutschland, im Stadtteil Ober-Hambach im hessischen Heppenheim, eine ähnliche Internatsschule errichtet, das Landerziehungsheim Odenwaldschule. Die Schule galt lange als Vorzeigeinternat der Reformpädagogik. Nach dem Zweiten Weltkrieg, vor dem er, nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten, mit einigen Mitarbeitern und Schülern der Odenwaldschule aus Deutschland geflohen war, entwickelte er mit der Ecole d’Humanité in Versoix (CH, später in Goldern-Hasliberg) die Ansätze der Odenwaldschule weiter.

Entwicklung individueller Begabungen

In der Überzeugung, dass der Lernprozess ganzheitlich zu betrachten ist und ein Leben lang stattfindet, wird an der Ecole d’Humanité auf die Prinzipien der Reformpädagogik gesetzt. Deren Kernpunkt ist es, vom Kind her zu denken, mit dem Ziel, dessen Selbstwertgefühl zu stärken. So praktizierten es auch Erwin und Catherine Guggenheim-Grob in der internationalen Privatschule Hörnliberg von 1955 bis 1989 in Tägerwilen, im Kantons Thurgau in der Schweiz. Zur pädagogischen Geschichte der Ecole d’Humanité gehört auch der deutsche Didaktiker Martin Wagenschein (1896-1988). Sein Ansatz des exemplarischen Lehrens ist ein wichtiger Bestandteil der Unterrichtsorganisation. Dabei geht es um den pädagogischen Ansatz, ein Problem exemplarisch zu erkennen, zu durchdenken und praktisch zu lösen.

Einfacher und umweltbewusster Lebensstil

Die Ecole d’Humanité hat eine lange Tradition und tut alles, um einen einfachen und umweltbewussten Lebensstil zu fördern. Das Ecole gleicht die akademische, künstlerische und sportliche Entwicklung ihrer Schüler aus. Seit 110 Jahren legt die Ecole Wert auf humanistische Werte und ein verantwortungsvolles Zusammenleben. Das ganzheitliche pädagogische Konzept der Schule stellt die Entfaltung individueller Begabungen und die Förderung schulischer, gestalterischer und sozialer Kompetenzen in den Mittelpunkt. An der Ecole d’Humanité können Jugendliche das Schweizer oder US-amerikanische Schulsystem absolvieren – ohne Noten, doch mit anerkannten Abschlüssen. Das bewährte Kurswahlsystem bietet ihnen individuelle Lernprogramme, welche – mit Begleitung durch Tutor*innen – eine optimale Entwicklung und schulisches Gelingen ermöglichen.

Fähigkeiten für das 21. Jahrhundert

Umgeben von beeindruckenden Gipfeln, bietet die Humanity School einen Platz für alle. Es ist ein Ort, der lebenslanges, lebendiges Lernen in Gemeinschaft fördert. Das Ecole d’Humanité entwickelt Selbstvertrauen, Neugier und die Fähigkeiten des 21. Jahrhunderts, die für den Erfolg in einer dynamischen Zukunft unerlässlich sind. Dazu gehören – je nach Definition – Kommunikations- und Kollaborationsfähigkeiten, Kreativität, Flexibilität und Veränderungsbereitschaft, sowie emotionale Intelligenz. Die drei transformativen Kompetenzen sind: Neue Werte schaffen (Creating New Value), Verantwortung übernehmen (Taking Responsibility) und mit Druck und Konflikten umzugehen (Reconciling Tensions and Dilemmas). Wenn neue Kompetenzen in den Vordergrund treten und an Wichtigkeit gewinnen, bedarf es meist auch neuen Formen und Prozessen des Lernens.

Nachmittage sind für Freizeitaktivitäten

Die atemberaubende natürliche Umgebung bietet eine gesunde Lernumgebung und außergewöhnliche Möglichkeiten zum Wandern, Skifahren, Klettern und anderen Outdoor-Aktivitäten. An der Ecole d’Humanité stellen die SchülerInnen ihren Stundenplan selbst zusammen. Vormittags besuchen sie drei akademische Kurse und ihre Nachmittagskurse wählen sie aus einer Vielzahl von Angeboten. Das Kursangebot reicht von regelmäßigen Improvisationstheaterkursen bis zu großen 6 Tages-Wanderungen mit Impro-Wettkämpfen auf öffentlichen Plätzen in Zürich, Zug und Luzern. Die Schule legt großen Wert darauf, den akademischen Unterricht bis Mittag zu beenden. Die Nachmittage sind Freizeitaktivitäten aus darstellender Kunst, Handwerk, Sport und musischen Kursen gewidmet, wobei der Schwerpunkt auf Wanderungen und Skiausflügen liegt.

Verschiedene Kulturen und soziales Verhalten

Kultur und soziales Verhalten sind soziale Phänomene. Sie werden nicht biologisch vererbt, sondern durch soziale Interaktionen erworben. Ca. 150 Schüler und 50 pädagogische Mitarbeiter leben und lernen in einer Gemeinschaft zusammen, in der die Entwicklung der individuellen Begabungen im Zentrum stehen. Die Internatszimmer sind einfach, aber gemütlich und bieten eine unglaubliche Aussicht auf die Berglandschaft. Insgesamt sind in den 15 Häusern, die jeweils von 2 oder 3 Lehrern betreut werden, bis zu 25 Nationalitäten untergebracht. Gewohnt wird in rustikalen Chalets im Schweizer Stil in kleinen gemischten Gruppen. Die Schüler leben in kleinen “Familien” von sechs bis zehn Schülern. Die Atmosphäre ist geprägt von Wertschätzung, Selbstbestimmung, Achtsamkeit und Toleranz. Dass die Schüler hierbei auch viel über verschiedene Kulturen und soziales Verhalten lernen, versteht sich fast von selbst!

Anpassungsfähigkeit und lebenslange Lernbereitschaft

Unternehmen suchen Menschen, die sich anpassen können und bereit sind, zu lernen. Denn Menschen mit vielfältigen Erfahrungen haben viel zu bieten. Die Kompetenzen des 21. Jahrhunderts sind gleichzeitig auch die Fähigkeiten und Fertigkeiten, die Menschen immer besser können werden als Computer. Die Natur ist daher der größte Lehrer und eine Umgebung, die landschaftlich sehr beeindruckt, hinterlässt bei allen Ecole Studenten eine bleibende Prägung. Durch die Begrenzung des Material- und Elektronikverbrauchs ermöglicht die Schule einen direkten und ehrlichen Austausch zwischen den Schülern und der natürlichen Umgebung, die sie umgibt. Auch als Hinweis darauf, dass wir uns nicht darauf verlassen dürfen, dass die Verinnerlichung der Bildungsinhalte der Vergangenheit auch ein Garant dafür ist, dass wir in Zeiten, die vor uns liegen, erfolgreich sind.

Breite Anerkennung für die Ecole d’Humanité

Der Gründer Paul Geheeb leitete die School of Humanity bis zu seinem Tod. Als er, am 1. Mai 1961 in Hasliberg-Goldern (Schweiz), im Alter von 90 Jahren starb, hatten er und seine „Schule der Menschheit” – die Ecole d´Humanit é., die er zusammen mit seiner Frau Edith, einigen Mitarbeitern und ca. 25 Schülern gegründet hatte, breite Anerkennung erlangt. Das zeigen Ehrungen aus Ländern und Institutionen von überall auf der Welt. Mit 82 Jahren stand Paul Geheeb auf der Anwärterliste für den Friedensnobelpreis und 1960 erhielt er seine Ehrenpromotion an der Universität Tübingen. Unterstützt von seinem engagierten Team aus pädagogischen Fachkräften schlagen Studierenden ihren individuellen Weg zum Erfolg ein – als Absolventen von Spitzenuniversitäten, visionäre Künstler oder innovative Unternehmer.

KOMMUNIKATION UND ERZIEHUNG

Gewalt in jeglicher Form ist ein NoGo

Das entscheidende Stichwort heißt gewaltfreie Kommunikation und wertschätzendes Feedback bzw. Kritik. Es ist leider ein Thema, zu dem wir seitens der Bildungsmaschinerie in unserer Erziehung komplett auf uns selbst gestellt sind. Im besten Fall lernen wir von unseren Eltern oder von unserem Umfeld, wie man “anständig” miteinander redet und Konflikte löst. Wenn man nicht mit einem solchen Umfeld gesegnet ist, ist es ein harter Weg, sich den ganzen Mist selbst beizubringen um Beziehungs- und Gesellschaftsfähig zu sein.

Konfliktbearbeitung mit Gruppenkonzepten

Menschen, die pädagogischen oder sozialen Berufen nachgehen oder Führungskräfteerfahrung haben, haben erfahrungsgemäß, bildungstechnisch noch etwas bessere Chancen. Zum Glück gibt es Hilfe in Form von Coaches oder Büchern, die das Thema umfangreich aufgreifen und auch für Erwachsene schulen können. Wir praktizieren und üben Konfliktbearbeitung in den bestehenden Gruppenkonzepten, in denen wir uns bewegen, so gut wie möglich in folgender Form.

Gemüter abkühlen

Wenn Konflikte auftreten – was völlig normal ist und was utopisch bzw. weltfremd wäre, etwas anderes zu erwarten – versuchen wir uns gegenseitig daran zu erinnern, nicht ausfällig oder aggressiv zu reagieren und verschieben die Klärung im Zweifelsfall lieber auf ein zeitnahes Nachgespräch, wenn die Gemüter abgekühlt sind. In solchen Gesprächen hat es sich gezeigt, dass verschiedene Tools hilfreich sein können, gegenseitiges Verständnis, Toleranz, Akzeptanz und Kompromisse zu finden.

Wertschätzung für jedermann

Wir haben z.B. ein paar Figuren, die mit unseren Namen versehen sind und die plakativ verwendet werden können, um das entsprechende Gruppenkonstrukt in greifbarer Form bzw. in einer Art Aufstellung darzustellen und auf sich auf dieser Basis darüber auszutauschen bzw. Bilder zu erzeugen. Es ist jeder an der Reihe zu der entsprechenden Konfliktsituation, es darf jeder ausreden und wird nicht unterbrochen. Es hat sich gezeigt, dass es sich lohnt, sich im Vorfeld auf solche Gespräche vorzubereiten und folgende 4 Grundemotionen als Aufhänger zu benutzen, um Ich-Botschaften zu senden:

  • Ich bin traurig, weil …
  • Ich bin wütend, weil …
  • Ich habe Angst, weil …
  • Ich freue mich, weil …

Nobody is perfect

Dazu ist ein gewisses Maß an Offenheit, Selbstbeherrschung und Geduld durchaus hilfreich. Ganz generell gibt es ganz viele Tricks und Kniffe, um sich selbst darüber bewusst zu werden, ob man sich aktuell im Opferland bzw. Selbstmitleid befindet, denn das ist meistens die Ursache für hässliche Streitereien, Anschuldigungen, Vorwürfe etc. Es hat auch viel mit Erwartungen und Bedürfnissen zu tun und je besser jemand in der Lage ist, sich selbst zu verstehen und zu analysieren umso einfacher wird es. Niemand ist perfekt und am Ende sind wir alle Menschen – auch das ist schön, es nicht zu vergessen.

Erziehung von Kindern und von anderen Lebewesen

Absolute 0-Toleranz-Grenze für körperliche oder verbale Gewalt. Wer meint seine Kinder oder Hunde anbrüllen, gängeln oder schlagen zu müssen, sollte vor dem Eintritt in unsere Gemeinschaft sein Verhalten ändern. Und ja – es passiert uns sicher allen mal aus dem Impuls heraus, dass wir mal laut werden in der Wut, aber das sollte kein bevorzugter Umgangston sein. Beim Thema “Erziehung von Hunden” orientieren wir uns an den Richtlinien des Berufsverbands der Hundeerzieher und Verhaltensberater e.V. (BHV), welcher zusammen mit der IHK Potsdam den Zertifikatslehrgang zum „Hundeerzieher und Verhaltensberater (IHK)“, etabliert hat.

Informationen

Es gibt da draußen viele Variationen von Hundeerziehung, allerdings möchte ich hier in aller Deutlichkeit sagen: Die Rudeltheorie ist überholt. Der Forscher David Mech, der diese Theorie aufgestellt und in einem Buch veröffentlicht hat, hat diese schon lange widerrufen. Er stellte fest, dass das Verhalten, welches er in einer Gruppe in Gehegehaltung beobachtet hatte, so in einem wildlebenden Rudel nie vorkommt. Der Beitrag von Birgit Frey zu dem Thema ist sehr ansprechend und prägnant:

DER SCHULAUFBAU

Lebensnahe Bildung

Der Aufbau einer eigenen Lehranstalt in einem kleinen Siedlungsverband bringt besondere Erfordernisse mit sich. Die Hauptherausforderung besteht darin, ein breites Spektrum von Heranwachsenden altersgerecht zu unterrichten und dabei gleichzeitig, aus Kostengründen, die Zahl von Lehrkräften gering zu halten.

Positive Lernanreize im Unterricht

Natürlich geht es auch darum, das Lernen (Arbeiten) dem Schüler „schmackhaft“ zu machen. Das geht durch Spannung, Lebensnähe, Erlebbarkeit und Praxis. Die konkreten Maßnahmen sind ebenso vielfältig, wie sie in staatlichen Schulen oft übersehen werden, obwohl all das vergleichsweise leicht zu stemmen ist:

  • Sportliches Lernen (z.B.Wissen/Können-Olympiaden)
  • Spielerisches Lernen (z.B.themenbezogenes Trivial Pursuit)
  • Spannendes Lernen (z.B.Kriminalistik, etwa im Rahmen „Angewandter Natur-Wissenschaft“. Mathematik: Lösung des Rätsels der ägyptischen Pyramiden)
  • Avantgardistisches Lernen (Neuland erforschen, entdecken. „Wie man den Krebs besiegt“)
  • Praktisches Lernen (z.B. Ballonbau in Physik)
  • Identifikables Lernen (z.B.Streitgespräch, Rollenspiel)
  • Alltags-&Naturnahes Lernen („Warum fällt der Tau“)

Altersgemischte Klassen

Ein organisatorisches Grundproblem, das typisch für jede Dorfschule ist, bleibt. Denn hier „beißen“ sich die stets gleichen Eckdaten miteinander: Einer Zahlen seitig stark begrenzten Lehrerschaft steht eine hohe Alterssplitterung in der Schülerschaft gegenüber, bei teilweise schwach besetzten Klassen. Wie finden die Pädagogen da durch? Hier kommt der Ansatz der Ecole d`Humanité zum Tragen: Altersgemischte Klassen. Die Lösung ist ein System, in welchem der Lehrer Schüler mehrerer Jahrgänge in einem Klassenverband gemeinsam „altersgerecht“ unterrichtet.

Achtsames Arbeiten in der Stille

Arbeitsgruppen werden still mit Aufgaben beschäftigt, wobei darauf zu achten ist, dass die Ausbildungsstätte nicht zu einer „Tuschelschule“ wird, in der vornehmlich Hausaufgaben abgewickelt werden. Getrennte Klassen, in denen mehr oder weniger Gleichaltrige ihren spezifischen Erfordernissen und Wissensständen entsprechend unterrichtet werden, erlauben demgegenüber einen offensiveren, kommunikativen und bewegten Umgang mit dem Lehrstoff, von dem die Schülergruppen profitieren, ohne andere zu stören. Eine Alternative wäre der Intervallunterricht.

Versetzte Zeitachsen und Parallelunterricht

Für den Umstand, dass die Schülerzahl steigt, kann das folgende Konzept hilfreich sein, in welchem die Pädagogen verschiedene Gruppen in jeweils eigenen Räumen auf einer versetzten Zeitachse parallel unterrichten. Wobei es dann zu einem Mix Lehrerkraft-vermittelten und Selbst- bzw. Gruppen gerichteten Lernens kommt. „Intervallunterricht“ ist ein Weg, diese Bausteine zu ergänzen und aus einer vermeintlichen Strukturschwäche heraus ein Unterrichtssystem zu schaffen, das den gängigen Erziehungsmethoden sogar in verschiedener Hinsicht überlegen erscheint.

Vom Hören-zum Anwenden-zum Bewähren. Vom Lehrer-zur Gruppe-zum EinzelSchüler

Der Intervall-Unterricht behält den Frontalunterricht lediglich bedingt bei, indem er ihn mit 20 Minuten in einem Zeitfenster optimiert, welches die Aufmerksamkeitsspanne der Schüler ideal bedient. Anschließend wechselt der die Thematik vertiefende oder weiterentwickelnde Lehr-, Lern- und Arbeitsprozess vom Pädagogen (der den Raum verlässt, um sich an die nächste Klasse zu richten) auf die Schülerschaft, welche 20 Minuten individuell und/oder innerhalb zweier/mehrerer Gruppen mit einer Problemlösung beschäftigt wird. Im abschließenden dritten 20-Minuten-Block „bewähren“ sich die Schüler individuell oder als Gruppe, indem sie dem Lehrer und/oder der zweiten Gruppe ihre Erkenntnisse und Lösungswege vermitteln.

Wie man das organisiert

Es geht wie folgt: Drei verschiedene Altersklassen sitzen in benachbarten Klassenzimmern und treten den Unterricht leicht zeitversetzt an. So hat der Lehrer die Möglichkeit, sich jeder neu eintreffenden Klasse nacheinander mit dem einführenden Frontalunterricht zuzuwidmen. Anschließend wird die Klasse still beschäftigt. Am Ende der Stunde(n) finden in den beiden zuletzt betreuten Klassen Bewährungen statt, die der Lehrer wiederum betreut. Im Folgenden ein Beispiel des Unterrichts dreier verschiedener Klassen durch die Lehrer „Meier“ und „Müller“:

Klasse 1 Klasse 2 Klasse 3
8.00-8.20 > Frontal Meier
8.20-8.40 > Hausaufgabe > Frontal Meier
8.40-9.00 > Hausaufgabe > Gruppendynamik > Frontal Meier
9.00-9.20 > Frontal Müller > Bewährung (begleitet) > Gruppendynamik
9.20-9.40 > > Frontal Müller > Bewährung (begleitet)

Aufgaben in den unbeaufsichtigten Blöcken

  • Der Lehrer baut in seinen Vortrag (oder in den in Klasse 1 im 2. Abschnitt frontal per Filmvorführung weiterlaufenden Unterricht) einen Fehler ein, den die Schülergruppen finden müssen
  • Der Lehrer fordert die Entwicklung einer Lösung oder eine praktische Umsetzung für ein von ihm aufgeworfenes Grundproblem
  • Der Lehrer stellt an zwei Gruppen verschiedene Zielforschungsanliegen. Diese verbinden sich im Schlussvortrag zu einem Ganzen oder müssen von der Schülerschaft in diese Einheit überführt werden
  • Zwei Schülergruppen überlegen sich für die jeweils andere eine möglichst schwer zu lösende Aufgabenstellung, die dann bei Anwesenheit des Lehrers offen diskutiert wird.

Vortrag oder Befragung Einzelner oder der Gruppe

Schüler-Schüler-Olympiaden, bei denen gleichstarke Vertreter beider Seiten in konstruktiver Kontroverse gegeneinander antreten. Für die erst unterrichtete Klasse, welche die Lehrkraft nur während der einführenden 20 Minuten betreuen kann, empfiehlt sich als weiterführende Arbeit

  • die Filmvorführung und daran anschließend eine schriftliche Bearbeitung
  • Zwei Gruppen bekommen zu einem Grundproblem eine jeweils andere Aufgabenlösung vorgegeben, die zu erledigen ist. Nach 20 Minuten wird das Klassenzimmer durch eine Trennwand geteilt, und ein wechselnder Schüler jeder Gruppe teilt der jeweils anderen die eigenen Forschungswege/Ergebnisse mit und beantwortet Fragen.
  • Andere Wege siehe hier: Kooperatives Lernen

Ich und Wir: Einzel- und Gruppen-Siege

Der Intervall-Unterricht ist wie gesehen darauf abgestellt, erst das Stundenthema einzuführen, die Schülerschaft dann in Selbstarbeit in dieses zu involvieren, um abschließend die Ergebnisse abzuprüfen. Frontalunterricht durch den Lehrer und autonome Beschäftigung der Klasse in Einzel- oder Gruppenarbeit ergänzen also einander, und das bei Wegfall der meisten unter die „Nachteile des bestehenden Schul-Systems“ genannten Negativa, die für die üblichen Arbeitsweisen sonst typisch sind.

Kooperatives, intraedukatives Lernen

  • Die Aufteilung des Lernvorgangs in drei gleich große Einheiten schafft kurzweilige Abwechselung und kommt dadurch Aufmerksamkeit-schwachen Schülern zugute.
  • Dabei genießen die Schüler gerade beim Anwenden von Gruppenlernen innerhalb des zweiten Blocks, der Problemlösung, alle Vorteile des kooperativen, intraedukativen Lernens. Frei nach der Erkenntnis, dass das Gegenteil von zentraler Belehrung durch das „selber und miteinander Lernen“, dem „Learning by doing“, gebildet wird.
  • Der Verantwortungsspielraum des Schülers ist hier im besonderen Maße erhöht, da ihm innerhalb der Arbeitsgruppen auch vermittelnde und mit zu erziehende Funktionen zufallen. Ein Vorgehen, das der römische Philosoph und Staatsmann Seneca auf die Formel homines, dum docent, discunt (Menschen lernen, während sie lehren) brachte.

Im Sinne des Teamerfolgs

Die Punkte 2. und 3. kommen am besten zum Tragen, wenn in Phase 3 „Schwächere“ zur abschließenden „Bewährung“ herangezogen werden. Weil diese nicht nur die Entwicklung der Lösung innerhalb ihrer Gruppe verfolgen können, sondern dann zudem – im Sinne des „Teamerfolgs“- auch noch vor dem „Antreten“ durch die Stärksten gebrieft werden – wovon die „Schnelleren“ sozial profitieren, da ihnen hier spielerisch die Lehrerrolle zufällt. In der sie wirklich „gut“ sein müssen, da der Auftritt ihres Mannschaftskollegen sonst daneben geht.

Schlüsselqualifikationen

Der Intervall-Unterricht ist gerade in der Gruppenvariante darauf angelegt, bei der Schülerschaft die Eigenschaften wie Methodenkompetenz, Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Kreativität, Eigen- und Führungsinitiative, Verantwortungsbewusstsein frühzeitig und wirksam zu fördern. Diese Qualifikationen können nur schwer von Schülern erworben werden, wenn ausschließlich der Lehrer exzerpiert, strukturiert, interpretiert, analysiert, argumentiert, organisiert, Probleme löst oder den Unterricht in sonstiger Weise managt und dominiert.

EVOLUTION DER BILDUNG

Wissen mit Charakter bilden

Zukunftsorientierte Bildung steht für Respekt gegenüber Mensch und Natur, mehr Mut, mehr Gerechtigkeit, mehr Menschlichkeit und mehr Unabhängigkeit. Das PACHAKUTi Ausbildungscamp soll dual ausbilden und Wissen mit Charakter etablieren. Eine ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltige Wald- und Landbewirtschaftung soll dies jetzt und zukünftig erhalten und sicherstellen.

Natürliches Menschsein

  • Mitleid und Freude fühlen, Gemeinsinn, Kooperation
  • Schönheitssinn im Sein, Handeln und der Natur
  • Kulturelle Verbundenheit
  • Verantwortung gegenüber der gesellschaftlichen Entwicklung
  • Führungsverantwortlichkeit
  • Idealismus als Gegenwert des Materialismus
  • Forschergeist und Wissensinitiative
  • Gerechtigkeitssinn

Im Einklang mit der Natur

Im Rahmen eines sich selbst versorgenden Bildungsparks sollen schamanistische Praktiken in die Bildung einfließen. Die Erkenntnis, dass das technische und das geistige Wissen gesamtheitlich zu betrachten sind, kann zu einer Bewusstseinserweiterung führen. Nicht direkt greifbare Erfahrungen, wie beispielsweise Telepathie oder luzides Träumen, sollen erforscht und spannend gestaltete Lerneinheiten in der Natur sollen neben Spezialisten, globales Denken fördern. Theoretisches Wissen soll in praktischen Seminaren vertieft werden und Menschen aus aller Welt qualifizieren, ihrer Berufung im Einklang mit der Natur nachgehen zu können. Erlebbarkeit und praxisorientiertes Lernen sollen positive Werte vermittelt und zu Eigen- und Gemeinschaftsleistung motiviert werden.

Erkenntnisse verknüpfen

Fragmentales Lernen, bzw. die Fokussierung auf ein bestimmtes Wissensgebiet haben in der Vergangenheit tiefgehende Erkenntnisse in getrennt betrachteten Forschungsrichtungen aufgezeigt. Diese wollen wir zusammenführen. Indem wir auf vorhandenes Wissen aufbauen und nicht messbare Aspekte in die Bildung integrieren, sollen Schülern ein Denken in Zusammenhängen erlernen. Junge Menschen auf dem Land sind oft engagierter, politisch interessierter und naturverbundener. Außerdem zeigen sie sich zielstrebig in ihren Berufsvorstellungen und streben häufiger eine Berufsausbildung an. Daher wollen wir gerade die jungen Leute mit einem tragfähigen Zukunftskonzept inspirieren, indem wir Forschung vernetzen.

Naturnähe und nachhaltiges Handeln

Einstellungen und Verhaltensweisen zu Umwelt und Natur werden bereits seit Langem erforscht. Dabei wird auch thematisiert, dass die Rahmenbedingungen in Wirtschaft und Politik unzureichend sind, um individuell stets nachhaltig zu handeln. Auch eine gewisse Kluft zwischen Bewusstsein und individuellem Handeln wird deutlich. Durch nachhaltiges Handeln sollen jedoch den zukünftigen Generationen die Nutzung und Optionen eines gesunden Waldes offenstehen. Durch die naturnahe Gestaltung von autarken Orten können Lebens- und Nahrungsräume für die Tier-, Insekten- und Pflanzenwelt geschaffen werden. Naturnähe wird dabei insbesondere durch die Verwendung heimischer und standortgerechter Pflanzen und Materialien erreicht.

Weniger denken und mehr fühlen

„Wir denken zu viel und fühlen zu wenig. Mehr als Maschinen brauchen wir Menschlichkeit; mehr als Cleverness brauchen wir Freundlichkeit und Sanftmut. Ohne diese Eigenschaften wird das Leben gewalttätig sein und alles wird verloren gehen." > Charlie Chaplin